Messen, aber ganz genau!

Dieses Messgerät wird auf unseren Boule-Plätzen eher selten gesehen: Die Tirette. Aus Kunststoff oder Metall hergestellt, hat dieser Gliedermaßstab eine bewegliche Zunge aus Metall, um Unterschiede von wenigen Millimetern zu ermitteln.

Und so geht es: Die Messzunge der Tirette (links) wird grob ausgefahren. Dabei zeigt der bewegliche Schieber zur Sau. Dann legst du die Tirette mit unveränderter Einstellung zu der anderen zu messenden Kugel.

Hat die Kugel noch Luft, ist sie schlechter platziert. Berührt der Schieber die Sau, ist diese Kugel näher an der Sau. 

Nützliches Zubehör

Eine Zielkugel oder „Sau“ geht schnell verloren

Eine „Sau“ kann man nie zu viel haben. In der Praxis geht kein Gegenstand so schnell verloren wie eine Zielkugel. Grund genug, um mehrere in Reserve zu haben. Eine zum Turnier zugelassene Zielkugel muss einen Durchmesser von 30 mm haben und nicht mehr als 18 Gramm wiegen. Eine „Sau“ darf aus Holz, vorzugsweise Buchsbaum, oder Kunststoff sein. In der dunklen Jahreszeit sind neonbunte Zielkugeln sehr beliebt, die auch aus der Entfernung gut zu erkennen sind.

In den offiziellen Boule-Regeln ist auch der Abwurfkreis erwähnt, dessen Innenmaß 50 cm betragen muss. Auch faltbare Wurkreise sind erlaubt, sie müssen sogar verwendet werden, wenn eine Mannschaft sie anbietet.

Für den Zweifelsfall, welche Kugel gerade den „Punkt“ hat, sollte mindestens ein Spieler ein Messgerät dabei haben. Es kann sich um einen Zollstock handeln, ein Bandmaß oder einen Zirkel. Eine Tirette aus Holz oder Aluminium verfügt über eine 10 cm lange Messzunge, die an die fraglichen Kugeln angelegt wird.

Sehr praktisch, aber nicht vorgeschrieben ist ein Kugelmagnet an einer Schnur. Damit kann man Boule-Kugeln ohne Bücken aufheben. Wenn eine Partie über mehrere Stunden geht, für viele eine willkommene Erleichterung.

Als Gedächtnisstütze dient oft auch ein Punktezähler. Mit zwei Einstellrädern lässt sich der aktuelle Punktstand beider Mannschaften einstellen. Erhältlich sind diese Zähler aus Metall oder als Schlüsselanhänger aus Leder.

Recht oft sieht man auch Spieler, die mit einem langen, spitzen Gegenstand aus Holz oder Metall den Wurfkreis ziehen. Sehr sinnvoll, denn bei langen Partien lassen sich damit die Schuhe schonen, mit denen der Wurfkreis normalerweise gezogen wird. Noch etwas: Ein Lappen für alles Mögliche sollte in keiner Boule-Tasche fehlen. Es schadet auch nicht, einen Klappstuhl und ein Kellnermesser dabei zu haben.