Effektiver trainieren mit 6 Kugeln

Nur viele, viele Würfe formen den guten Spieler. Warum also nicht mit sechs Kugeln zum Boule-Platz? Hier einige Anregungen:

  •  Ein Tete-a-Tete mit jeweils sechs Kugeln bringt viel mehr Würfe als ein Tripplette, bei dem man nur auf 20 Würfe in der Stunde kommt
  • Beim Dreier tritt ein Spieler mit 6 Kugeln gegen 2 Spieler mit je 3 Kugeln an. Also 6 : 6 Kugeln, genau wie beim Doublette oder Triplette.
  • Super-Tete: Markiere einen Kreis oder platziere einen Abwurfkreis in sieben bis neun Metern. Wirf drei Kugeln mitten in den Kreis, dann schieße sie mit den restlichen drei Kugeln.
  • Mit zwei Spielern: Jede Kugel im Kreis bringt einen Punkt, ebenso jeder Trefferschuss.
  • Solitaire: Ein Spiel gegen dich selbst. Mit einem Satz Kugeln spielst du vorsichtig und konservativ, mit dem anderen Satz gehst du auf Risiko. Lass dich überraschen, welcher Stil die meisten Punkte bringt.

Drei Fragen an den Arzt

Dr. Thomas Jolitz, Facharzt für Orthopädie in München. Foto: privat

Wie nützlich oder riskant ist Petanque aus ärztlicher Sicht? Einer der es wissen muss, ist Dr. med Thomas Jolitz, Facharzt für Orthopädie in München und aktiver Petanque-Spieler. In unserem Interview verweist der Mediziner auf eine Sünde, die fast jeder Petanque-Spieler begeht.

Zum Interview hier klicken

Wie die Seele siegt

Vor wenigen Tagen fiel mir das Buch „Minilektionen in Pétanque“ von Jürgen Beling, „Psychologie beim Boule“ in die Hände. Muss gestehen: Ich war schnell durch, viel konnte ich damit nicht anfangen, was auch an den Satzfehlern und holprigen Formulierungen lag. Verständlich, denn das Werk ist in einem Book-on-Demand Verlag erschienen, der die Texte seiner Autoren unlektoriert übernimmt und einen finanziellen Zuschuss zur Produktion verlangt.

Um hier keinen inkompetenten Verriss zu veröffentlichen, bat ich die Diplom-Psychologin Inge Rauch aus München um eine zweite Meinung. Inges Urteil ist mir besonders wichtig, da sie als aktive Petanque-Spielerin die Szene bestens kennt.

Ab hier Dipl-Psych Inge Rauch:

Das Buch beschäftigt sich vor allem mit dem mentalen Training im Petanque. Der Autor Jürgen Beling nutzt dazu das Gedankengut der Neurolinguistischen Programmierung, kurz NLP. So setzt er vor allem auf Affirmationen, also einfache und positiv formulierte Sätze. Laut oder leise wiederholt ausgesprochen, sollen sie das Unterbewusstsein mit neuen Anweisungen versorgen.

Mit Affirmationen lassen sich Blockaden lösen und festgefahrene Gedanken entfernen. Damit zählen sie zu den wirkungsvollen psychologischen Werkzeugen, die ohne zusätzliche Hilfsmittel unsere Fähigkeiten unterstützen und unser Verhalten positiv steuern.

Der Autor stellt noch weitere Praktiken aus der NLP vor, darunter Gedankenstopp oder Reframing. Wie diese Techniken speziell im Petanque wirkungsvoll eingesetzt werden können, erläutert dieses Buch. Zum Begriff der Affirmation hat mir der Satz „Ich gehe jedes Mal zur Kugel“ sehr viel gebracht und ich nutze diesen Rat immer öfter.

Jürgen Beling: „Minilektionen in Pétanque, Psychologie beim Boule“. Verlag Shaker-Media, 2010. ISBN 978-3-86858-416-5. Paperback, 124 Seiten, 14,90 Euro

Weitere Infos: http://minilektionen.beling-trier.de/