Das Gewicht der optimalen Boule-Kugel

Reine Leger bevorzugen schwere Kugeln, so um die 730 g. Durch ihr Gewicht haben diese Kugeln einen stabilen Lauf, für Effekt-Würfe und effektives Schießen sind sie jedoch zu schwer. Wer an seiner Legetechik arbeiten möchte, sollte beim Gewicht nach unten gehen.

Für reine Schießer empfehlen sich Kugeln um 680 g. Da man mit einer Schießer-Kugel auch legen kann, ist dieses Gewicht universell verwendbar. Sieht man sich auf Turnieren oder bei Top-Spielern um, findet man fast nur Kugeln mit 680 oder 690 g.

Das Gewicht ist aber nur ein Parameter der optimalen Kugel. Hinzu kommen Stahlqualität, Härte, Verarbeitung oder die Riffelung. Am wichtigsten jedoch ist der Umfang einer Kugel, damit sie genau in die Hand des Spielers passt.

Probleme mit dem Weltmarktführer

Der Marktanteil des französischen Herstellers Obut an den Turnierkugeln weltweit wird auf etwa 80 % geschätzt. Leider sind die beliebten Boule-Kugeln nur in wenigen Riffelungen erhältlich.

Eine Boule Bleue (l.) wurde nachlackiert, Frau D. hat signiert und Hellgrün kommt immer gut


Die Folge: Wenn mehrere Spieler mit Kugeln von Obut werfen, kann es schwierig werden, die Schützen klar zu unterscheiden.

Die Lösung: Man nehme Nagellack oder einen wasserfesten Edding und bemale die eigenen Kugeln so, dass man sie garantiert schnell erkennt. So einfach ist das.

Ein endloses Thema: Die richtige Boule-Kugel

Bei der richtigen Boule-Kugel kommt es zuerst auf den Durchmesser an. Zum Wettkampf sind Größen zwischen 70,5 mm und 80 mm zugelassen. Freizeitkugeln haben einen Durchmesser von 73 mm, der zu den meisten Spielern passt. Ihr Gewicht liegt um die 700 g, da offiziell nur Kugeln von 650 g bis 800 g akzeptiert sind. Als Faustregel gilt: Schießer sollten leichtere Kugeln unter 700 g, ein Leger hingegen etwas schwerere Varianten bevorzugen.

Auch bei der Härte gibt es Unterschiede: Für Schießer eignen sich die weichen Kugeln, während Leger härtere Modelle wählen. Die Härte wirkt sich auch auf die Lebensdauer einer Boule-Kugel aus: Auf weichen Kugeln werden das Herstellerzeichen, das Gewicht und der Code schnell unleserlich. Die harten Kugeln gelten als unverwüstlich,

Beim Material kann man zwischen Karbonstahl und Edelstahl (Inox) wählen. Die preisgünstigen Karbonkugeln können schnell rosten, solange man sie nicht pflegt und ölt. Viele Spieler mögen aber die raue Oberfläche, da sie ein besseres Wurfgefühl vermittelt. Kugeln aus Edelstahl – oder Inox – sind etwas teurer und kommen dafür fast ohne Pflege aus.

Durch mehr als 40 Riffelungen leicht zu unterscheiden: Die Kugeln von Boule Bleue


Ein wesentliches äußeres Merkmal ist die Riffelung einer Kugel. Der französische Hersteller Boule Bleue führt über 40 Riffelungen im Sortiment, an der sich die eigene Kugel aus der Entfernung schnell erkennen lässt. Es hat sich jedoch eingebürgert, dass die meisten Schießer mit Edelstahlkugeln ohne jegliche Riffelung spielen.