Petanque in Deutschland – Ein Überblick

Michael Dörhöfer, Präsident des DPV. Foto: Archiv

Vor rund 500 Zuhörern aus dem organisierten Petanque-Sport in Frankreich stellte Michael Dörhöfer, Präsident des Deutschen Pétanque Verbandes, die hiesige Szene vor.

Touristen-Boules, gekauft 1972 in der Provence

So war zu erfahren, wie Pétanque in Deutschland Fuß fassen konnte:

  • Über das französische Militär, das nach 1945 bei uns stationiert war,
  • Urlauber, die aus Frankreich oder Spanien ihre ersten Boule-Kugeln mitbrachten, und
  • das Möbelhaus IKEA, das in kurzer Zeit in Deutschland über 1 Million Freizeitkugeln verkaufte.

Zum organisierten Wettkampf-Sport in Deutschland gehören heute:

  • Zehn Landesverbände
  • Über 20.000 Spieler
  • Spielbetrieb bis zur Bundesliga
  • Teilnahme an internationalen Wettbewerben
  • Events wie das Holstentor-Turnier in Travemünde oder das Hofgarten-Turnier in München

Dazu kommt:

  • Es gibt viele Franzosen, die hier leben und gerne Boule spielen
  • Von den Gemeinden und Städten werden überall Bouleplätze gebaut

Kurz: Pétanque ist in Deutschland die wohl am dynamischsten wachsende nicht-olympische Disziplin!

Hintergrund: Die „Fédération Française de Pétanque et de Jeu Provençal“ mit Sitz in Marseille hat über 300.000 Mitglieder. Die jährliche Hauptversammlung der FFPJP fand im Januar 2019 in Troyes in der Region Grand Est statt. Zum ersten Mal wurde ein deutscher Verbandspräsident dort zu einem Vortrag eingeladen.

Weitere Infos:

https://www.ffpjp.org

www.deutscher-petanque-verband.de

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