Ein Mann der tausend Leidenschaften

Angeblich gestaltete Paul Ricard sogar seine Werbeplakate selbst


Ein gut gemischter Ricard gehört zum Boule wie eine Mass Bier zum Oktoberfest. Doch wer war dieser Paul Ricard, dem der Pastis seinen Namen verdankt?

  • Er erfand den gleichnamigen Pastis, der heute in aller Welt getrunken wird
  • Er gründete das größte Petanque-Turnier aller Zeiten
  • Er baute eine Rennstrecke, auf der noch heute die Formel 1 startet

Diesem Mann haben wir viel zu verdanken: Paul Ricard (1909 – 1997) war „Der Mann der 1.000 Leidenschaften“, wie ihn die französische Tageszeitung La Provence ehrfürchtig nannte.

Schon als Jugendlicher tüftelte der Sohn eines Weinhändlers aus Marseille an einem Anislikör, der spannender schmecken sollte als die übrigen. Mit 17 hatte er das Rezept für seinen Pastis gefunden, der neben Anis auch Fenchel und Lakritze enthält. Um seinen Pastis zu verkaufen, zog Ricard durch die Bars und Bistros von Marseille, später auch Lyon und Paris. Kurz: Sein „Ricard“ wurde zum Riesenerfolg.

Ihm haben wir das größte Petanque-Turnier der Welt zu verdanken: Paul Ricard aus Marseille

Zusammen mit der Zeitung La Marseillaise rief Paul Ricard 1962 das größte Petanque-Turnier der Welt ins Leben, die Marseillaise à Pétanque. Heute nehmen über 10.000 Spieler an dem fünftägigen Turnier teil.

Ein weiteres Sport-Sponsoring war der Bau der Rennstrecke Circuit Paul Ricard in der Provence, wo heute noch Rennen der Formel 1 stattfinden. Doch auch geschäftlich blieb Paul Ricard erfolgreich: 1975 übernahm er den Rivalen Pernod und schuf damit den größten Pastis-Konzern der Welt.

Fotos (2) mit freundlicher Genehmigung der Pernod Ricard Deutschland GmbH, Köln

Hier erfährst du mehr über den Pastis des Paul Ricard

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