In Kürze: Das sind die neuen Themen

  • Fanny oder Punkt verschenken?
  • Eine Boule-Marke aus Marokko, die vielleicht bald auch auf unseren Plätzen gespielt wird.
  • Die wichtigsten Hersteller von Boule-Kugeln

Zuvor müssen wir aber an die Playa de Palma auf Mallorca. Dort soll es eine Petanque-Anlage mit 63 Bahnen geben, und vielleicht finden wir auch geile Boule-Taschen aus Leder.

Leck mich am A..!

Was jeder Boule-Spieler fürchtet: Fanny steht für eine Niederlage mit 0 Punkten. Möglich ist auch eine „Technische Fanny“: Eine Equipe führt 12:0 und bricht so dramatisch ein, dass die andere Mannschaft mit 13:12 gewinnt.

Wie die Legende besagt, geht die Tradition der Fanny auf eine südfranzösische Kellnerin zurück, vielleicht aus Savoyen oder aus der Nähe von Lyon. Allerdings sind die Geschichten und Vermutungen so unübersichtlich, dass gesicherte Aussagen nicht möglich sind.

Aber egal. Heute findet man auf Turnieren und bei Vereinen eine Karikatur der Fanny mit breitem Arsch und hoch gehobenem Rock, entweder als Gemälde oder Skulptur. Nach der liebevollen Aufforderung „Baiser la Fanny“ muss der unglückliche Verlierer dem Bild nun einen Kuss geben.

Das gefürchtete „Zwölferloch“

Passiert oft: Mannschaft A ballert wie blöd, liegt in Führung, uneinholbar. Aber dann: Bei 12 Punkten ist Schicht, nix geht mehr. Ab sofort liefert Mannschaft B Punkt um Punkt – und gewinnt das Spiel.

Ein Franzose aus der 1. Münchner Kugelwurfunion sagte einmal zu mir: „Bis 12:0 hinten werde ich nicht nervös.“ Was meinte er damit?

Kurz: Jeder kennt Spieler mit Vernichtungswillen, Killer-Instinkt, ohne Respekt vor den 11 oder 12 Punkten der anderen Mannschaft. So wie man auch Spieler mit Angst vor dem Sieg kennt, die bei 12 Punkten einbrechen – und verlieren.

Ganz nebenbei: Wenn eine Mannschaft mit 12:0 führt, aber dann mit 13:12 verliert, ist das ein „Technischer Fanny“, der genau so wie ein klassischer Fanny mit 13:0 bestraft wird!