Effektiver trainieren mit 6 Kugeln

Nur viele, viele Würfe formen den guten Spieler. Warum also nicht mit sechs Kugeln zum Boule-Platz? Hier einige Anregungen:

  •  Ein Tete-a-Tete mit jeweils sechs Kugeln bringt viel mehr Würfe als ein Tripplette, bei dem man nur auf 20 Würfe in der Stunde kommt
  • Beim Dreier tritt ein Spieler mit 6 Kugeln gegen 2 Spieler mit je 3 Kugeln an. Also 6 : 6 Kugeln, genau wie beim Doublette oder Triplette.
  • Super-Tete: Markiere einen Kreis oder platziere einen Abwurfkreis in sieben bis neun Metern. Wirf drei Kugeln mitten in den Kreis, dann schieße sie mit den restlichen drei Kugeln.
  • Mit zwei Spielern: Jede Kugel im Kreis bringt einen Punkt, ebenso jeder Trefferschuss.
  • Solitaire: Ein Spiel gegen dich selbst. Mit einem Satz Kugeln spielst du vorsichtig und konservativ, mit dem anderen Satz gehst du auf Risiko. Lass dich überraschen, welcher Stil die meisten Punkte bringt.

Kugeln im Nachbarfeld – Aufheben oder nicht?

Auf der Homepage des Deutschen Petanque-Verbandes gibt’s auch Nachhilfe zur Regelkunde. So ging es jüngst um Kugeln, die in ein benachbartes Spielfeld rollen. Dazu der DPV:

„Es hat sich eingebürgert, Kugeln, die auf das bespielte Nachbarfeld geraten, zu markieren und aufzuheben, um das Spiel neben der eigenen Bahn nicht unnötig aufzuhalten, zu stören.“

Hierzu folgende Auslegung:

„Kugeln und/oder Zielkugeln, welche im Lauf einer Aufnahme auf ein Nachbarfeld gelangen und dort in einer gültigen Position liegenbleiben, können im gegenseitigen Einvernehmen vorübergehend entfernt werden, nachdem sie markiert worden sind.

Die eigene Aufnahme ist nun zu unterbrechen, bis die Aufnahme im Nachbarfeld beendet ist. Dann werden Kugeln und/oder Zielkugel an ihren ursprünglichen Platz zurückgelegt und die Aufnahme beendet.“

Begründung:

„Das Reglement beschreibt eindeutig, dass unter normalen Umständen das linke und das rechte Nachbarfeld kein verbotenes Gelände sind, also „mitspielen“. Geraten im Laufe einer Aufnahme Zielkugel oder Kugel dorthin, bleiben sie gültig und die Aufnahme wird fortgesetzt. Es darf jedoch das dort stattfindende Spiel nicht behindert werden. Eine der beiden Aufnahmen ist daher zu unterbrechen, während die andere Aufnahme zu Ende gespielt wird.

Idealerweise wird die Aufnahme zuerst beendet, die auf ihrem Spielgelände stattfindet und danach die Aufnahme, welche auf das Nachbarfeld gelangt ist. Damit aber Kugeln oder Zielkugel der einen Aufnahme nicht die andere Aufnahme behindern (weil sie zum Beispiel im Weg liegen) sollen diese entfernt werden können, ohne dass sie dadurch ungültig werden, da dies ein Nachteil für das betroffene Team sein kann.“

Weitere Infos: https://deutscher-petanque-verband.de

Mallorca: Boule-Turnier unter deutscher Leitung

Vom 24. bis 26. Mai 2019 findet in Alcudia auf Mallorca ein Boule-Turnier statt. Die Veranstalter sind Wolfgang und Uschi, die seit 20 Jahren auf Mallorca leben und auch ein „Ultimate Frisbee Turnier“ organisieren.

Das Boule-Event ist das erste Turnier, nachdem die beiden erst Anfang dieses Jahres zum ersten Mal mit Boule in Berührung kamen. Gespielt wird am Strand, erwartet werden vor allem deutsche Mitspieler.

Weitere Infos: www.boule-mallorca.com
Kontakt: Uschi Trapp, 0176 23 67 90 26
WhatsApp: 0034 646 888 748

Petanque-Festival am Rhein

Am 9. und 10. Juni findet in Düsseldorf das Festival de Petanque statt, und zwar zum 22. Mal und jeweils ab 10 Uhr. Gespielt wird an der Rheinuferpromenade und am Mannesmannufer nahe der Altstadt. Zu dem Turnier werden mehr als 1.000 Spieler und Zuschauer erwartet.

Für das Turnier wird an der unteren Rheinwerft ein Split-Belag für die Spielbahnen aufgebracht. Die Zuschauer stehen an der oberen Promenade, wo man auch französische Delikatessen und Boule-Zubehör kaufen kann.

Weitere Infos: surplace.de

Ungefähr so konnte man das Turnier am Rhein mitverfolgen. Foto: Archiv


Nach dem Turnier war zu erfahren, dass 1.144 Spielerinnen und Spieler aus dem In- und Ausland nach Düsseldorf kamen. Obwohl der Verein die Startgelder verdoppelt hatte, wurden die Teilnehmerzahlen des Jahres 2017 noch einmal übertroffen.

Auch für den Rest des Jahres ist Düsseldorf eine Petanque-Hochburg. Die wichtigsten Plätze:

  • Heerdt, Boulodrôme und Boulehalle von „Düsseldorf sur place“, Bezirkssportanlage an der Pariser Straße 45–65. Außengelände mit Flutlicht sowie Bahnen in der Halle
  • Nordpark, Nähe Aquazoo, vor dem Ballhaus in Düsseldorf-Golzheim, Kaiserswerther Str. 380
  • Rheinuferpromenade, Höhe Bäckerstraße und Mannesmannufer
  • Mariensäule an der Orangeriestraße 6, nur 5 Minuten von der Rheinuferpromenade entfernt in der Altstadt
  • Kolpingplatz in Düsseldorf-Pempelfort. Kleiner Platz ohne Flutlicht
  • Frankenplatz in Düsseldorf-Derendorf, Ecke Tannenstraße/Kanonierstraße
  • Alter Markt in Düsseldorf-Gerresheim, Spielgelände des Vereins „Boule Gerresheim“
  • Orangerie Benrath am Schlosspark, Gelände des Vereins „Chateau Benrath“

Formvollendet

Mein Boule-Freund Christoph, er stammt aus Chateauroux im Herzen Frankreichs, hat den elegantesten Wurfstil, den ich kenne. Hier verrät er seine Technik:

• Während des Spiels stehst du vor der Sau
• Vor dem Wurf gehst du zur Sau: Wo liegen die anderen Kugeln?
• Auf dem Weg zum Wurfkreis liest du den Boden
• Im Wurfkreis zeigt dein rechter großer Zeh zur Sau
• Dein linker Fuß steht parallel zum rechten, aber etwas zurückgesetzt
• Du richtest dich gerade auf
• Du suchst den Auftreffpunkt
• Du senkst deine rechte Schulter, aber nicht zu tief
• Du nimmst eine Kugel in die linke Hand und winkelst den Arm ab
• Du rollst die rechte Hand ganz nach hinten ein. ARM GERADE!
• Du holst mit dem rechten Arm ganz weit nach hinten aus. ARM GERADE!
• Du lässt die Kugel durchschwingen, aber keine Körperspannung, keine Kraft, ARM GERADE!
• Während des Schwungs wippst du nach vorne auf die Zehen
• Zum Legen: Du lässt die Kugel ganz weit nach oben schwingen. ARM GERADE!
• Zum Legen: Beim Loslassen gibst du der Kugel einen Rückdrall mit. ARM GERADE!
• Zum Schießen: Du lässt die Kugel mit waagrechtem Arm los. ARM GERADE!
• Du bleibst so lange im Wurfkreis stehen, bis die Kugel ausgerollt ist.

Merci beaucoup, Christoph!

(Diese Anleitungen sind für Rechtshänder. Wer mit dem linken Arm spielt, wechselt die Begriffe einfach aus.)

Drei Fragen an den Arzt

Dr. Thomas Jolitz, Facharzt für Orthopädie in München. Foto: privat

Wie nützlich oder riskant ist Petanque aus ärztlicher Sicht? Einer der es wissen muss, ist Dr. med Thomas Jolitz, Facharzt für Orthopädie in München und aktiver Petanque-Spieler. In unserem Interview verweist der Mediziner auf eine Sünde, die fast jeder Petanque-Spieler begeht.

Zum Interview hier klicken

Wohl dem, der einen hat

Heute ist der 1. April. Ich möchte daher etwas über einen nützlichen Gegenstand schreiben, den jeder Spieler dabei haben sollte: Das Boule-Tuch, der Lappen.

Die offiziellen Petanque-Regeln verlangen in „Artikel 16 – Das Werfen der Kugeln“ ganz eindeutig: „Bevor ein Spieler spielt, muss er seine Kugel von allen ihr anhaftenden Fremdkörpern und Schmutzspuren reinigen.“

In der Praxis geht das am besten mit dem besagten Lappen. Und ungezählte Dinge mehr: Wenn im Hochsommer die Handflächen schwitzen, wenn man im Winter eiskalte Kugeln halten muss, man verschüttet ein Getränk oder man möchte sich irgendwo hinsetzen. Voila!

Nur zwei Dinge solltet ihr beachten:

  • Verleiht niemals euren Boule-Lappen!
  • Bittet niemals einen anderen Spieler, seinen Lappen benutzen zu dürfen.

Das ist kein Aprilscherz, sondern für alle das Beste. Allez les Boules!

Angriff und Verteidigung

Im Petanque haben wir zwei Positionen: Den Leger und den Schießer. Im Triplette kommt noch der Milieu dazu, also ein Mittelspieler, der legen und schießen kann, oft auch der beste Einzelspieler der Equipe.

Der Angriff jedenfalls liegt beim Leger, der die erste Kugel wirft. Der Job des Schießers ist es, eine gute Kugel seines Legers zu verteidigen, indem er die bessere Kugel der anderen Mannschaft wegballert.

Aber wie setzt man mit der ersten Kugel die andere Mannschaft unter Druck?

  • Vor die Sau legen, um der anderen Mannschaft den Weg zu blockieren, auf Französisch ein „Avant“
  • Direkt an die Sau legen, um den gegenerischen Schießer zu provozieren, vielleicht trifft er einmal oder zweimal nicht und ist dadurch entwaffnet, auf Französisch ein „Biberon“
  • Oder 30 bis 40 cm links oder rechts von der Sau legen. Diese Kugel wird in Frankreich ein „Bastard“ genannt, denn sie mobilisiert den gegnerischen Schießer nicht, kann aber einen Punkt bringen.

Grand Slam – Auf in die neue Saison!

Vorfrühling im Hofgarten in München

Im Jahr 2007, als Pétanque 100 Jahre alt wurde, riefen mehrere Boule-Vereine den „Grand Prix d’ Allemagne“ (GPdA) ins Leben. Heute gehören diese Turniere zu den schönsten lizenzfreien Boule-Events unseres Landes, und vier davon haben den Status eines „Grand-Slam-Turniers“:

  • Berlinaise/German Open in Berlin
  • Hofgartenturnier in München
  • Mittelrheinpokal in Bacharach
  • Boule-Tage in Groß-Gerau

An den GPdA-Turnieren nehmen Anfänger und Spitzenspieler teil, sie sind lizenzfrei und werden im Triplette-Modus durchgeführt. Über das Hofgartenturnier in München werden wir ausführlichst berichten.


Hier die Liste aller Turniere von 2018