Messen, aber ganz genau!

Dieses Messgerät wird auf unseren Boule-Plätzen eher selten gesehen: Die Tirette. Aus Kunststoff oder Metall hergestellt, hat dieser Gliedermaßstab eine bewegliche Zunge aus Metall, um Unterschiede von wenigen Millimetern zu ermitteln.

Und so geht es: Die Messzunge der Tirette (links) wird grob ausgefahren. Dabei zeigt der bewegliche Schieber zur Sau. Dann legst du die Tirette mit unveränderter Einstellung zu der anderen zu messenden Kugel.

Hat die Kugel noch Luft, ist sie schlechter platziert. Berührt der Schieber die Sau, ist diese Kugel näher an der Sau. 

Notizen zum 37. Hofgartenturnier in München

  • 196 Mannschaften mit je 3 Spielern gestartet
  • Starke Spieler aus Frankreich und Luxemburg, aus Kroatien und der Schweiz
  • Im Finale 5 Franzosen aus dem Elsass/Grand Est
  • Trotz widrigen Wetters haben die Veranstalter das Turnier souverän „gewuppt“
  • Cloud-basierte Turnierverwaltung mit PC-Terminals und einem Großmonitor
  • Shopping-Angebote mit Boule-Kugeln, Zubehör und Bekleidung
  • Abends bot „Klassik am Odeonsplatz“ eine imposante Klang-Kulisse

Weitere Infos:
www.mkwu.de
https://www.youtube.com/watch?v=J2FkkA1gpqI

Eine neue Generation


Die Waschmaschine ist der natürliche Feind des Punktezählers (links). Als Ersatz bietet Obut nun seit einigen Wochen einen neuen Zähler an: Ganz aus Kunststoff, sehr leicht und kompakt, optisch eher aufgeräumt (rechts).

Erste Tests zeigen, dass der neue Punktezähler ebenso gut ist wie sein Vorgänger. Wichtigster Unterschied: Bei dem alten Modell konnten die Schrauben justiert werden, damit sich die Zählscheibe leichter oder schwerer drehen ließ.

Decathlon expandiert

Filiale von Decathlon im Stachus-Untergeschoss in München

Fachgeschäfte mit Boule-Ausrüstungen sind hierzulande sehr, sehr selten. Die meisten Spieler kaufen daher online oder auf den großen Turnieren ein. Es gibt aber noch eine Lösung.

Die französische Sportkette Decathlon eröffnete im vergangenen Jahr 16 weitere Filialen in Deutschland und ist damit an 65 Standorten vertreten. Für dieses Jahr sind 15 neue Filialen geplant, darunter in Fürth, München, Dortmund und Berlin.

Bei Decathlon kann man Boule-Kugeln und Zubehör online kaufen oder zur Abholung in eine Filiale senden lassen. Im Sortiment sind die Eigenmarke „Geologic“ und mehrere Kugeln von Marktführer Obut. Die Preise beginnen bei 4,99 € für einen Satz Freizeitkugeln.


Die richtige Ausrüstung zum Petanque jetzt bei DECATHLON entdecken. Hier klicken!


Weitere Infos: www.decathlon.de

In Kürze: Das sind die neuen Themen

  • Fanny oder Punkt verschenken?
  • Eine Boule-Marke aus Marokko, die vielleicht bald auch auf unseren Plätzen gespielt wird.
  • Die wichtigsten Hersteller von Boule-Kugeln

Zuvor müssen wir aber an die Playa de Palma auf Mallorca. Dort soll es eine Petanque-Anlage mit 63 Bahnen geben, und vielleicht finden wir auch geile Boule-Taschen aus Leder.

Neu bei Obut: Der Basic X13 0

Foto (1): La Boule Obut S.A.S.

Tres chic! Obut, Weltmarktführer bei den Turnierkugeln, hat nun auch einen Schuh im Sortiment: Der Basic X13 0 ist in den Größen 36 bis 48 erhältlich und kostet 99 Euro.

Seid gespannt, wann ihr diesen Schuh zum ersten Mal auf eurem Platz oder bei einem Turnier seht. Oder seid selbst der/die Erste!

Übrigens: Der Markenname „Obut“ ist ein Wortspiel. So steht „Le But“ für die Zielkugel, und „Au but“, also „auf die Sau“, wird in Frankreich wie „Obut“ ausgesprochen. Und die Typenbezeichnung „X13 0“ enthält das Resultat einer Fanny-Partie, nämlich 13 : 0 Punkte.

 

 

Der beste Pastis?

Zu gutem Petanque gehört ein ordentlicher Pastis. Doch welcher ist der Beste? Wir testen gerade die wichtigsten Marken.

  • Henri Bardouin, der älteste Pastis. Farbe pur: Weiß. Gesamtnote: Vielleicht etwas überbewertet
  • Pastis 51, der Milde. Farbe pur: Weiß. Gesamtnote: Es gibt bessere Pastis
  • Pernod aus Paris. Farbe pur: Gelb. Gesamtnote: Korrekt
  • Ricard, der Weltmarktführer. Farbe pur: Bernstein. Gesamtnote: In unserem Test hat er am besten geschmeckt. Hier gibt’s mehr über Ricard
  • Außer Konkurrenz: Ouzo Plomari. Eine Schande, dass man beim Griechen immer nur einen Ouzo pur aufs Haus kriegt, denn mit etwas Wasser entfaltet sich das Aroma erst wirklich. Farbe pur: Klar, Gesamtnote: Der preisgünstigste Anis-Schnaps in unserem Test, geht voll in Ordnung.

Noch immer Boule-Droge Nr. 1

Petanque und PastisEnde der 1920er Jahre begann Paul Ricard, Sohn eines Weinhändlers aus Marseille, die Produktion eines alkoholischen Anis-Getränks. Noch heute wird sein Pastis als Zielwasser und Stärkung auf dem Boule-Platz getrunken.

Paul Ricard, Erfinder des gleichnamigen Getränks. Foto: Pernod Ricard Deutschland GmbH, Köln


Aber: Ricard ist pur nicht zu genießen, er muss mit Wasser oder alkoholfreien Getränken gemischt werden. Bei der Zugabe des Wassers kommt es zum Louche-Effekt: Aus dem goldenen Pastis wird eine milchige, gelbliche Flüssigkeit.

In Südfrankreich, der Heimat des Petanque, wird der Pastis auch noch mit einem Schuss Sirup oder Likör angereichert, der einen weiteren Geschmack oder farbliche Akzente setzen soll.

Happy Hour an der Playa de Palma. Ein Ricard darf da nicht fehlen


Drei Tipps:

  • Bei der Mischung wird ein Teil Ricard mit 5 Teilen kaltem Wasser empfohlen
  • Erst das Wasser hinzugeben, danach einen oder zwei Eiswürfel. Puristen verzichten auf die Eiswürfel
  • Den Ricard niemals im Kühlschrank aufbewahren


Hier erfährst du mehr über Paul Ricard, den Erfinder des gleichnamigen Pastis

Das Handy als Schiedsrichter

Gerade im AppStore entdeckt: „Le Boulometre“ berechnet den Abstand der Boule-Kugeln zur Sau und zeigt deren Rangfolge an. Die App ist für das iPhone und Android kostenlos erhältlich.

Nach dem Starten der App hält man das Smartphone über das Kugelbild und justiert die Ausrichtung. Im Foto markiert man die Sau und die nächsten Kugeln, und schon erscheint das Foto des Kugelbildes mit einer Nummerierung der Kugeln. Voila!

Daran sollte man sich aber gewöhnen: „Le Boulometre“ ist nur in der französischen Version erhältlich. Wie sich die App auf dem Boule-Platz bewährt, haben wir ausführlich getestet. Das Resultat vorweg: Auf dem Platz hat sich die App nicht bewährt. Das hat mehrere Gründe:

  • Die Icons zur Bedienung sind relativ klein. Nun sind die meisten Boule-Spieler keine Jugendlichen mehr und tun sich bei der Navigation entsprechend schwer.
  • Der Mittelpunkt der Zielkugel und der Kugeln muss manuell justiert werden. Daraus ergibt sich eine Ungenauigkeit im Millimeterbereich, aber gerade darauf kommt es beim Nachmessen an.
  • Die Abstände der Kugeln zur Sau werden nicht mit einer Maßangabe angezeigt, sondern nur in der Rangfolge der Kugeln.